Gedichte Wilhelm Busch
Gedichte zur Hochzeit sind ein sehr beliebtes, eigentlich unverzichtbares Mitbringsel, und selbstverständlich haben nahezu alle großen Dichter zu der Thematik etwas hinterlassen. Erstaunlicherweise gibt es viele Hochzeitsgedichte Wilhelm Busch, der eingefleischte Junggeselle hat überaus umfangreich die Hochzeit bedichtet.
Er hat hierbei die Hochzeiten im nächsten Verwandten-und Bekanntenkreis zum Anlass genommen. Seiner Schwester (die ihm auch lange Jahre den Haushalt führte) dichtete er zur Hochzeit: "Es wird behauptet - und mit Grund -, ein nützlich Werkzeug sei der Mund." Nach sechseinhalb Strophen kommt der Dichter zur Quintessenz: Zum Sprechen sollte ihn die Frau recht sparsam gebrauchen, um so mehr zum Küssen und Kochen. Lebensfremd war der ewige Single durchaus nicht.
Durchsucht man Hochzeitsgedichte Wilhelm Busch, türmen sich die Weisheiten nur so übereinander. Warum jemand heiratet, wird durch Hochzeitsgedichte Wilhelm Busch trefflich begründet: Sei es ums Geld geht oder ein hübsches Gesicht oder weil man nicht warten will oder weil die Mama spricht. Die Klage eines Junggesellen wird ebenso ausführlich erörtert wie die Vorteile des Alleinlebens: "Wer einsam ist, der hat es gut." Manche der Gedichte Wilhelm Buschs wurden sprichwörtlich wie das vom Mädchenhäscher: "Ihr kennt ihn doch schon manches Jahr..."
Insgesamt acht längere Gedichte oder auch nur sechszeilige Sprüche hat der große Humorist über das Heiraten hinterlassen. Sie sind es alle wert, vorgetragen zu werden, denn: "Liebe - sagt man schön und richtig - ist ein Ding, was äußerst wichtig."





