Japanische Hochzeit
Planen bis ins kleinste Detail, das ist bei einer japanischen Hochzeit üblich. Rechtlich ist es in Japan nicht schwierig zu heiraten, es reicht ein Gang zum Amt mit einem entsprechenden Dokument, der mit den Siegeln der Ehepartner versehen wird.
Doch da eine Hochzeit in Japan sehr aufwendig gefeiert wird, werden meistens Hochzeitsfirmen gebucht, die vom Kleid, die Location, den Friseurtermin bis hin zur Hochzeitstorte und dem Fotografen alles planen.
Die eigentliche Hochzeit wird religiös gefeiert. Im Durchschnitt heiraten die meisten christlich oder buddhistisch. Die Kosten einer Hochzeit betragen meist um die 35.000 Euro. Der größte Kostenfaktor ist die Bekleidung, die meist nur ausgeliehen wird und die Location, in der die Zeremonie stattfindet.
Die Hochzeitszeremonie findet in der Regel nur im engen Familienkreis statt. Zur Hochzeitsfeier, die meist am nächsten Tag ist, kommen dann alle Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen. Die Gäste der Hochzeitsfeier sind verpflichtet, eine teure Eintrittskarte zu bezahlen oder einen Briefumschlag mit Geld mitzubringen. Dies ist Pflicht, da das Brautpaar das Geld für die teure Hochzeit wieder einnehmen muss.
Fotosessions sind auf japanischen Hochzeiten sehr beliebt. Denn dieses einmalige Ereignis muss festgehalten werden.
Für den Bräutigam ist es üblich, dass er Verlobungsgeschenke im Wert von drei Monatsgehältern an die Braut und die Schwiegereltern übergibt.
Die Braut trägt bei der Hochzeit meist einen Kimono. Es gibt verschiedene Arten des Kimonos - den Shiromuku, die Irouchikake, den Furisode und den Hikifurisode.
Der Shiromuku:
Dieser gilt als feierliches Hochzeitsgewand, der von der äußeren Robe und dem Untergewand, sowie dem Gürtel und der Kopfbedeckung in der typischen Hochzeitskleid-Farbe - weiß - gehalten ist.
Die Irouchikake:
Die Irouchikake hingegen ist nicht in weiß gehalten, sondern mit Motiven von Schildkrötenpanzern und anderen Symbolen verziert, die für ein langes Leben stehen.
Der Furisode:
Wenn Japaner von einem farbenfrohen Kimono mit langen Ärmeln sprechen, handelt es sich um den Furisode!
Der Hikifurisode:
Dieses Hochzeitsgewand ist beliebt bei den Frauen aus dem Samurai-Stand. Der Hikifurisode hat eine lange Schleppe und wird mit einer Kopfbedeckung getragen. Durch seine elegante und schicke Silhouette ist er sehr begehrt.





