Hochzeitsgottesdienst
Selbst wenn zwei Menschen sich ihrer Liebe ganz sicher sind, ist der Tag der Trauung ausgesprochen aufregend. Im Gottesdienst passiert dabei das eigentlich Abenteuerliche. Und doch ist am Tag der Hochzeit der Gottesdienst die beste Gelegenheit für das Brautpaar, zur Ruhe zu kommen.
Während der Messe wird den Brautleuten bewusst, dass das Gelingen ihres Zusammenlebens nicht allein von ihnen abhängt. Die Vorstellung, dass ein anderer das Glück in seinen Händen hält, ist beruhigend.
Der Gottesdienst macht deutlich, dass hinter allen äußerlichen Hochzeitsvorbereitungen doch ein großes Versprechen steht. Aber weder Braut noch Bräutigam sind allein mit ihrem Eheversprechen. Gott verspricht seinerseits, dass er die Ehe begleiten wird. Auch die Anwesenheit von nahestehenden Personen ist ausschlaggebend. Eltern, Geschwister und Trauzeugen signalisieren, dass sie den Bund fürs Leben begleiten.
Während des Gottesdienstes fällt der Stress, der durch Planung und Organisation vor der Hochzeit entstanden ist, ab. Hier kann das Brautpaar sich ganz der Tradition hingeben. Für viele Brautleute ist es eine schöne Vorstellung, sich das Jawort in der Kirche zu geben, in der einer von beiden einst getauft wurde.
Trotz aller Tradition bietet am Tag der Hochzeit auch der Gottesdienst genug Raum für eigene Wünsche. Musikalisch kann der Geschmack des Brautpaares gut eingebracht werden. Nicht selten erklingen zu Hochzeiten außergewöhnliche Klänge von der Orgel. Die Fürbitten können Freunde übernehmen, die Lesung vielleicht ein Trauzeuge. Die Eltern fühlen sich geehrt, wenn sie das Gebet sprechen dürfen.
Je mehr Mitglieder der Festgemeinde am Tag der Hochzeit am Gottesdienst beteiligt sind, desto bunter wird das Fest.





